Der 7-Punkt-Marienkäfer


Der 7-Punkt-Marienkäfer (lat. Coccinella Septempunctata) gehört zur Ordnung der Käfer. Die Familie der Marienkäfer umfasst in Europa etwa 100 verschiedene Arten. Der Siebenpunkt ist dabei der wohl bekannteste Marienkäfer; er ist aber auch in Asien, Nordafrika und -amerika weit verbreitet.



7 Punkt Marienkäfer

7 Punkt Marienkäfer

Er erlangt eine Größe von etwa 5 bis 8 mm und lässt sich gut an seiner Färbung erkennen. Auf den roten Deckflügeln kann man gut jeweils links und rechts drei schwarze Punkte zählen. In der Mitte am Halsschild sitzt der siebte Punkt. Am schwarzen Halsschild selbst besitzt der 7-Punkt-Marienkäfer ein weiteres Identifizierungsmerkmal: Zwei weiße Flecken.

Die Siebenpunkt-Marienkäfer können, um z. B. Ameisen abzuschrecken, eine gelbe Flüssigkeit ausscheiden. Dies hilft ihnen aber nicht gegen Vögel und größere Raubinsekten.
Doch den kaum vorhandenen Schutzmechanismus gleicht das Weibchen nach der Befruchtung damit aus, dass sie bis zu 400 Eier im Frühjahr produzieren kann. Diese werden auf Blattunterseiten oder in Ritzen einer Pflanze abgelegt, die eine Blattlauskolonie beherbergt. Die Entwicklung vom Ei über die Larve, das Puppenstadium bis hin zur Imago dauert etwa 30 bis 60 Tage, je nach Außentemperatur. Durch diese kurze Entwicklungsdauer ist es möglich, dass zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden, obwohl der 7-Punkt-Marienkäfer mit einer Lebensdauer von 12 Monaten ein – für Insekten – langes Leben führt.

Nutzen des Marienkäfers für den Menschen

Im Jahre 2006 wurde der Siebenpunkt zum Insekt des Jahres gekürt. Diese Auszeichnung soll die Menschen auf den Nutzen und die Bedeutung von Insekten aufmerksam machen und mit oft vorhandenen Vorurteilen und/oder Ängsten aufräumen. Der 7-Punkt-Marienkäfer bekam diesen Titel verliehen, da er für die biologische Schädlingsbekämpfung sehr wichtig ist. Sowohl der ausgewachsene Marienkäfer, als auch seine Larven ernähren sich von Blatt- und Schildläusen. Eine Larve frisst bis zu 400 Blattläuse, bevor sie sich verpuppt. Holen auch Sie sich mit einem Insektenhotel den Siebenpunkt – Marienkäfer in Ihren Garten als natürliches, von Frühjahr bis Herbst wirkendes Bekämpfungsmittel gegen Läuse. Denn erst gegen Ende des Herbstes ziehen sich die Marienkäfer in Kolonien zum Überwintern zurück. Dafür sind die kleinen Nischen, die man im Insektenhaus durch Kiefernzapfen und Holzspäne bilden kann, ideal. Oft finden die kleinen Käfer keine geeigneten Schlupfwinkel oder verkriechen sich auf Dachböden. Doch im ersten Fall erfrieren sie und bei letzterem ist die Luft oft so trocken, dass die Marienkäfer auch nicht überleben können.

Der 7 Punkt Marienkäfer im Insektenhotel.

Der Marienkäfer nutzt das Insektenhotel zum übernachten. Er sucht dort zum Beispiel zwischen Kiefernzapfen einen sicheren Platz für die Nacht.

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Erklärungen:

Verpuppung: Nach dem Larvenstadium verpuppen sich Käfer in einen Kokon. Nur bei den Marienkäfern werden auch die Fühler und Gliedmaßen mit verpuppt. Während des Puppenstadiums ist es dem Marienkäfer nicht möglich sich zu bewegen. Es erfolgt eine Metamorphose vom Larvenkörper in die Gestalt der Imago.
Imago: Wissenschaftliche Bezeichnung für ein ausgewachsenes, geschlechtsreifes Insekt, nach der Verpuppung oder letzten Häutung.
Metamorphose: Umgestaltung, Umformung, Verwandlung, Formwechsel

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Bildnachweis: Luise  / pixelio.de